Einleiten von gesammeltem Niederschlagswasser aus dem Ortsteil Kühbach über den Regenwasserkanal KU7RA in den Brühlgraben mit Schaffung von Rückhalt in Form von ökologischen Umgestaltungen des Vorflutgrabens (Flur-Nr. 202 der Gemarkung Ried) durch den Markt Dinkelscherben

B e k a n n t m a c h u n g

Der Markt Dinkelscherben beabsichtigt die Abwasserbeseitigung im Ortsteil Kühbach neu zu strukturieren. Der Ortsteil Kühbach soll an die zentrale Kläranlage Dinkelscherben angeschlossen werden. Die Entwässerung erfolgt künftig im Trennsystem. Das anfallende Niederschlagswasser aus dem bebauten Bereich des Ortsteiles Kühbach soll weiterhin über den Regenwasserkanal KU7RA in den Brühlgraben abgeleitet werden. Zur Schaffung des erforderlichen Rückhaltevolumens von rd. 160 m³ ist am Vorflutgraben Flur-Nrn. 202 der Gemarkung Ried an 2 Abschnitten mit Längen von ca. 122 m und 30 m (gesamt rd. 152 m) ein ökologischer Ausbau beabsichtigt. Die Grabenumgestaltungen sind linksseitig des Brühlgrabens auf Höhe des Flurstücks 236 der Gemarkung Ried (= Retention-Ost) sowie des Flurstücks 260 der Gemarkung Breitenbronn (= Retention-West) vorgesehen. Der Markt Dinkelscherben beantragte für die Gewässerbenutzung mit Schreiben vom 29.11.2015 die Erteilung einer wasserrechtlichen gehobenen Erlaubnis. Für die ökologischen Gewässerausbauten ist die Erteilung einer wasserrechtlichen Plangenehmigung vorgesehen. Dem Antrag liegt der Bauentwurf vom 07.01.2015 mit Ergänzungsunterlagen vom 05.03.2018 zugrunde.

Im Einzelnen ist folgende gedrosselte Einleitung vorgesehen:

Niederschlagswasser aus dem bebauten Bereich des Ortsteiles Kühbach beim Bemessungsregen (mit einjähriger Wiederkehrzeit):
Benutzungsanlage / Einleitstelle

auf Höhe Flur-Nr.:

Gemarkung:

Maximal-abfluss:

QDrossel

Einzugsgebiet

Fläche Au

benutztes

Gewässer:

Regenwasserkanal KU7RA

213

Ried

 36 l/s

1,77 ha

Brühlgraben

= Flur-Nr. 202 der Gemarkung Ried

Das Vorhaben beinhaltet eine Gewässerbenutzung im Sinne des § 9 Abs. 1 Nr. 4 WHG und bedarf nach § 8 WHG der behördlichen Gestattung. Im gegenständlichen Verfahren soll auf Antrag des Marktes Dinkelscherben eine
gehobene wasserrechtliche Erlaubnis nach § 15 WHG
auf die Dauer von 20 Jahren erteilt werden.

Es wird auf folgendes hingewiesen:

1.     Die Pläne und Beilagen, aus denen sich Art und Umfang des Vorhabens ergeben, werden in der Zeit vom 07.11.2018 bis 07.12.2018während der allgemeinen Dienststunden bei der Marktverwaltung Dinkelscherben, Augsburger Str. 4-6, 86424 Dinkelscherben auf Zimmer Nr. 14 ausgelegt. Eine Auslegung beim Landratsamt Augsburg findet nicht statt.

Die Bekanntmachung ist während der Auslegungsfrist auch auf der Internetseite der Marktgemeinde Dinkelscherben zur Einsichtnahme bereitgestellt:

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Hinweis: Es handelt sich hierbei um eine zusätzliche Möglichkeit der Einsichtnahme. Maßgeblich bleiben die vor Ort ausgelegten Originalunterlagen.

2.     Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann Einwendungen gegen das Vorhaben während der unter vorstehender Ziffer 1. genannten Auslegungsfrist und innerhalb von zwei Wochen nach Ablauf dieser Frist (Einwendungsfrist) schriftlich oder zur Niederschrift bei der gleichfalls unter Ziffer 1. aufgeführten Auslegungsbehörde oder beim Landratsamt Augsburg, Prinzregentenplatz 4, 86150 Augsburg, Außenstelle Färbergäßchen 4, Zimmer Nr. KS 307, erheben.

Vereinigungen, die auf Grund einer Anerkennung nach anderen Rechtsvorschriften befugt sind, Rechtsbehelfe nach der Verwaltungsgerichtsordnung gegen die beantragte Entscheidung einzulegen, insbesondere staatlich anerkannte Umwelt- und Naturschutzvereinigungen, können innerhalb der Einwendungsfrist Stellungnahmen zu dem Plan abgeben.

Mit Ablauf der Einwendungsfrist sind alle Stellungnahmen sowie Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen.

3.     Die rechtzeitig gegen den Plan erhobenen Einwendungen und die rechtzeitig abgegebenen Stellungnahmen der in Ziffer 2. genannten Vereinigungen werden in einem später stattfindenden Erörterungstermin behandelt. Bei Ausbleiben eines Beteiligten im Erörterungstermin kann auch ohne ihn verhandelt werden.

Personen, die Einwendungen erhoben haben, oder die Vereinigungen nach Ziffer 2., die Stellungnahmen abgegeben haben, können von dem Erörterungstermin durch öffentliche Bekanntmachung benachrichtigt werden, wenn mehr als 50 Benachrichtigungen vorzunehmen sind.

4.     Die Zustellung der Entscheidung über die Einwendungen kann durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden, wenn mehr als 50 Zustellungen vorzunehmen sind.

Dinkelscherben, den 31.10.2018