Am Freitag, 6.7. wurde vom Hygienekontrolleur des Gesundheistamts die Aufhebung der Abkochanordnungen für die Wasserversorgung Oberschöneberg in Aussicht gestellt.

Am selben Tag wurde vom Bauamt der schriftliche Bescheid dafür angefordert. Am Montag, 9.7. wurde vom Hygienekontrolleur des Gesundheistamts dem Bauamt telefonisch mitgeteilt, dass die Abkochanordnung für Oberschöneberg aufgehoben sei. Am Dienstag 10.7. wurde dies von der Leitung des Gesundheitsamts per EMail bestätigt. Zur Zeit warten wir auf den amtlichen Bescheid zur Kommunikation der Inhalte an die betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Folgende Fragen wurden von der neuen Leiterin des Gesundheitsamts vorab beantwortet:

Was passiert, wenn in den nächsten Wasserproben Keime nachgewiesen werden?
Dann müssen wir wieder eine Abkochanordnung erlassen und das Verfahren geht von vorne los: Krisenstab, Information der Bevölkerung, etc. Das sehen wir aber – bei laufender und wirksamer Chlorung – als sehr unwahrscheinlich an.

Ist es durch die Chlorkonzentration nun gänzlich auszuschließen, dass Keime im Wasser sind?
Wasser ist ein belebtes Medium. Unabhängig vom Anlagenzustand kann nie mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass Keime auftreten. Solange das Wasser aber nach den Regeln der Technik wirksam gechlort wird, gehen wir davon aus, dass eine mikrobiologische Kontamination sehr unwahrscheinlich ist. Das Wasser ist – wenn es nicht zu unerwarteten Zwischenfällen wie z.B. zum Ausfall der Chlordosierpumpe oder zu einem großen Rohrbruch kommt – sicher. Wie Sie auch unserem damals bei der Bürgerversammlung verteilten Hinweisblatt entnehmen können, kann es ganz normal verwendet werden. Aus unserer Sicht geht es während der Chlorung deswegen auch nicht um die Frage, ob noch Keime im Wasser sind, sondern darum, ob die Chlorung stabil läuft und die Chlorkonzentration passt. Aus diesem Grund werden wir auch keine mikrobiologischen Trinkwasseruntersuchungen einfordern.