Wie die Tage und Wochen zuvor, waren auch in den letzte Proben keine Keime nachweisbar.
Heute Vormittag fand ein Gespräch mit einer zertifizierten Wassertechnikfirma statt. Diese bietet Services für Trinkwasser an und wäre, technisch und personell, in der Lage, ab Montag, 18.6.2018 die Wasserversorgung der Oberschöneberger Gruppe zu chloren. Eine Woche später, ab 25.6.2018 wäre dann technisch und kapazitiv auch eine Chlorung der Dinkelscherber Wasserversorgung möglich. Nach der aktuellen Anordnung gehen wir von ca. 30 Messstellen, 3 x pro Tag, 7 x pro Woche, bis zum Ende der Chlorungsphase aus. Demnach entstehen ab 25.6.2018 geschätzte Kosten von ca. 10.000 € netto pro Woche.
Ich weise darauf hin, dass wir die bisher angeordneten Maßnahmen für unbegründet, unverhältnismäßig und unangemessen halten. Verschiedenste, durchaus kompetente und glaubwürdige Quellen signalisieren uns, dass viele Wasserversorgungsanlagen in weit schlechterem Zustand sind. Dass bei deutlich „heftigeren“ Proben wesentlich „entspannter“ umgegangen wurde und dass die präventive Zugabe von Chlor in nicht beanstandetes Wasser, bisher im Landkreis und wohl in ganz Bayern bisher nicht bekannt sind. Auch die gestrigen Presse- und Fernsehmeldungen, dass wiederholt, fäkale Verunreinigungen nachgewiesen wurden, stammen nicht aus unserer Quelle.
Selbstverständlich werden wir, entgegen den von uns nicht zu verantwortenden Pressemeldung, uns weder den Sofort-Anordnungen widersetzen noch ein Eilverfahren anstrengen.
Wir haben heute unsere anwaltliche Vertretung beauftragt, Klage gegen beide Bescheide beim zuständigen Verwaltungsgericht einzulegen.

Proben-2018-06-08