Die täglichen Wasserproben im Versorgungsbereich Oberschöneberg zeigen keine Anzeichen von Bakterien. Im Versorgungsgebiet Dinkelscherben wurden weder in den aktuellsten Proben, noch in den Proben der letzten Jahre Keime gefunden.
 


Gestern wurde die betroffene Bevölkerung im Versorgungsgebiet Dinkelscherben über das vom Gesundheitsamt angeordnete Abkochgebot informiert. Alle Haushalte wurden mit Durchsagen der Feuerwehren und Informationsblättern auf das Abkochgebot hingewiesen. Parallel wurde die Suche nache einem geeigneten, zertifzierten Dienstleister aufgenommen,  der die Anordnung bzgl. Chlorierung durchführt. Zwei Chlorierungsgeräte, Messsonden und die erforderliche Chemie steht im Wasserwerk Oberschöneberg und im Wasserwerk Dinkelscherben bereit. Dem Markt selbst fehlt für die ordnungsgemäße Umsetzung der Anordung sowohl die personelle Kompetenz (siehe Gutachten des Gesundheitsamts) als auch die personelle Kapazität. Nach derzeitigem Kenntnisstand müssen ca. 80 km Wasserleitung, 5 doppelkammerige Hochbehälter, 2 Wasserwerke, die Haushalte in 22 Orten (ca. 3.000 Entnahmestellen) mit einer festgelegten Chlorkonzentration versorgt werden. Zur Überwachung der Grenzwerte (0,1 - 0,3 mg/l freies Cl2) werden vom Gesundheitsamt vermutlich ca. 30 Messstellen festgelegt. Diese müssen dann nach derzeitigem Kenntnisstand 3 x pro Tag, 7 Tage die Woche und 52 Wochen im Jahr von befähigtem Personal kontrolliert werden. Sollten diese Zahlen durch das angekündigte, gesonderte Anschreiben bestätigt werden, gehen wir heute von Kosten von ca. 500.000 Euro pro Jahr für die Chlorierung und die Beprobung aus. Für den Zeitraum der Chlorung (derzeit unbestimmt) würde der Wasserpreis um mehr als 1,00 € pro m³ steigen, denn die  Wasserversorgung muss kostendeckend geführt werden. Damit wären dann auch die Bürgerinnen und Bürger in Grünenbaindt betroffen, denn es darf in einer kommunalen Wasserversorgung nur einen Wasserpeis geben.
Die Anordnung nimmt darauf Bezug: "Die Anordnung ist auch angemessen, da der Schutz des Trinkwassers und der Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsgefahren durch verunreinigtes Trinkwasser das Individualinteresse der Marktgemeinde Dinkelscherben (insbesondere finanzielle Interessen) deutlich überwiegt."

Proben-2018-06-04 

Proben-2018-06-07