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Gleisbauarbeiten auf der Strecke Ulm - Augsburg

Bahn erneuert fast 15 Kilometer Gleise zwischen Freihalden und Westheim • Zugausfälle und Umleitungen durch eingleisigen Betrieb Gleisbaumaschine 4

(München, 11. Juli 2016) Die Bahn erneuert in den Sommerferien auf der Strecke Ulm – Augsburg Gleise, Weichen und Durchlässe. Gebaut wird im Abschnitt Freihalden – Westheim, und zwar vom 30. Juli bis zum 12. September. Während auf dem Richtungsgleis von Freihalden nach Westheim gebaut wird, fahren auf dem Nachbargleis die Züge abwechselnd in beide Richtungen. Aufgrund der Eingleisigkeit fallen einige Züge aus.

Am ersten Ferienwochenende von Samstag, 30. Juli ab 23 Uhr, bis Montag, 1. August um 5 Uhr, muss der Streckenabschnitt Dinkelscherben – Westheim sogar komplett gesperrt werden. Dann kommt es zu Umleitungen und Schienenersatzverkehr (SEV).

Fahrplaneinschränkungen im Regional- und Fernverkehr

Während der Eingleisigkeit vom 30. Juli bis 12. September muss der Bahnverkehr ausgedünnt werden. Die Fernverkehrszüge fahren durch den Baustellenbereich, erhalten aber einige Minuten Fahrzeitverlängerung. Einzelne Intercity-Verbindungen fallen zwischen Stuttgart und München aus.

Die durchgehenden Regionalexpress-Verbindungen Ulm – Augsburg – München fahren mindestens stündlich in beiden Richtungen über die gesamte Strecke. Der Zugteil aus Ulm kommt 30 Minuten später in Augsburg an und wird dort mit dem Donauwörther Zugteil gekuppelt.

Die in Dinkelscherben beginnenden bzw. endenden Flügelzüge entfallen genauso wie die Taktverstärker von/nach Gessertshausen. Ein Schienenersatzverkehr wird nicht angeboten, weil er aufgrund der langen Busfahrzeiten und Umsteigesituation voraussichtlich von den Kunden kaum angenommen würde. Dafür fahren aber die meisten Züge mit doppelter statt üblicherweise einfacher Zuglänge.

Während der Vollsperrung am ersten Ferienwochenende verkehren die Regionalzüge aus Augsburg kommend nur bis Westheim und in der Gegenrichtung aus Ulm bis Dinkelscherben. Die Regionalzüge werden zwischen Dinkelscherben und Neusäß durch Busse ersetzt. Zwischen Ulm und Dinkelscherben fahren Züge, die aber in Ulm ca. 35 Minuten früher starten. Dadurch wird gewährleistet, dass jeweils in Dinkelscherben und Neusäß rasch zwischen Bahn und Bus umgestiegen werden kann. In Richtung Ulm verlängert sich die Gesamtreisezeit um ca. 35 Minuten.

Die Fernverkehrszüge werden zwischen Ulm bzw. Günzburg und Augsburg über Donauwörth umgeleitet. Betroffen sind am gesamten Wochenende 45 Fernverkehrszüge. Die Fahrzeit in Richtung München verlängert sich um ca. 35 Minuten. In München starten die Züge ca. 35 Minuten früher, um ab Ulm wieder im gewohnten Fahrplan zu fahren.

Sämtliche Fahrplanänderungen sind bereits in der Fahrplanauskunft im Internet unter www.bahn.de und an den Fahrkartenautomaten berücksichtigt. Sie werden auch an den Bahnhöfen ausgehängt. Ferner informiert die Bahn rund um die Uhr kostenlos über das BahnBau-Telefon 0888 5996655. DB Regio Bayern hält die Fahrgäste außerdem per Streckenagent über jeweils aktuelle Einschränkungen im Zugverkehr auf dem Laufenden. Dieser kostenlose Newsletter kann auf www.bahn.de/aktuell abonniert werden.

Die Bahn investiert rund 8,3 Millionen Euro in ihr Gleisnetz

Die Gleiserneuerung zwischen Freihalden und Westheim findet zeitlich gestaffelt in verschiedenen Bauabschnitten statt. Insgesamt werden 22.000 Meter Schienen erneuert, 24.500 Stück Betonschwellen durch neue ersetzt und 20.500 Tonnen Schotter ausgetauscht. Unter den Schotter werden rund 600 Tonnen Planumssand eingebaut. Zwischen Dinkelscherben und Westheim werden fünf Durchlässe und im Bahnhof Dinkelscherben eine Weiche erneuert. Die Bahn investiert insgesamt rund 8,3 Millionen Euro.

Die alten Anlagen haben ihre Lebensdauer erreicht. Die Erneuerung ist unabhängig vom geplanten Ausbau der Strecke sinnvoll, denn über die vorhandenen Gleise werden auch nach dem Ausbau weiter Züge fahren.

Der größte Teil der Gleiserneuerungen findet mit Großbaumaschinen statt. Um die Arbeiter im Baugleis vor den im Nachbargleis vorbeifahrenden Zügen zu warnen, kommen akustische Warnsignale zum Einsatz. Diese Signale müssen lauter sein als der Lärm der Baumaschinen. Die Bahn bittet die Anwohner um Verständnis für mögliche Lärmbelästigungen.

Die Arbeiten und damit auch der Lärm der Warnsignale finden überwiegend tagsüber im Zeitraum von 6 bis 22 Uhr statt. Aber auch in einigen Nächten wird gearbeitet, weil bestimmte Arbeiten nur ohne Unterbrechung oder in der Kälte der Nacht stattfinden können.

Die Bahn wird die Wohnanlieger mit Handzetteln im Briefkasten über die Bauarbeiten und Warnsignale informieren. Weil die Baustelle wandert, beschränken sich die Lärmbelästigungen für die Anwohner in der Regel auf wenige Tage.

Im Bahnhof Dinkelscherben werden auch noch vom 16. September bis zum 6. Oktober die Gleis- und Weichenarbeiten fortgesetzt. Dabei wird es aber nicht mehr zu Zugausfällen oder größeren Lärmbelästigungen kommen.

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