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Gemeindewappen Ried Das Pfarrdorf Ried liegt 4 km südwestlich von der Bahnstation Mödishofen am Südrand der Reischenau. Zur Gemeinde Ried gehört auch der 1 km nördlich von dem Gemeindehauptort gelegene Weiler Kühbach. Das Gemeindegebiet erstreckt sich mit einer Längenausdehnung von rund 4,5 km in nordsüdlicher Richtung als verhältnismäßig schmaler Streifen von dem Ufer der Zusam bis auf die waldbedeckten Höhen zwischen den Tälern der Zusam und der Neufnach. Es umfaßt 461,25 ha, darunter 132,8 ha Waldungen.

Ried ist als Rodesiedlung vermutlich im elften Jahrhundert entstanden, wenn auch der Name des Ortes erst in einer Urkunde vom 5. April 1293 sicher nachgewiesen werden kann. Damals verkauften die Markgrafen von Burgau ihre Burg Seifriedsberg mit der Herrschaft an den Augsburger Bischof Wolfhart von Roth, wodurch das Hochstift Augsburg zu den ihm schon zustehenden Rechten in Ried den Kirchensatz erwarb.

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Von nun an teilte das Dorf die weiteren Geschichte der Herrschaft Seifriedsberg, kam mit dieser durch Verpfändung an verschiedene Besitzer, zuletzt aber wieder an die Markgrafen von Burgau. Letztere überließen Siefriedsberg und damit auch ihre Besitzungen zu Ried 1668 pfandschaftsweise und 1751 als Lehen den Grafen von Oettingen-Wallerstein. In dem Ort waren unter Burgauischer Landeshoheit auch andere Grundherren begütert, nämlich das Zisterzienserinnnenkloster Oberschönenfeld seit 1345, ferner das Augustiner-Chorherrenstift St. Georg und die Findelhausstiftung zu Augsburg.

Die mitten im Dorfe stehende Pfarrkirche Maria Himmelfahrt war während des Dreißigjährigen Krieges zerstört worden. Der nachfolgende Bau, der aus dem Jahre 1725 stammt, wurde 1947 restauriert. Einige Bauteile, vor allem aber der Unterbau des Kirchturmes, gehen noch auf die alte gotische Kirche zurück. In Wandnischen des Querhauses befinden sich Bildwerke des Landsberger Bildhauers Lorenz Luidl, von dem auch die Pfarrkirche zu Ziemetshausen mehrere Schöpfungen aufweist. Das Pfarrhaus in Ried wurde 1952 renoviert.

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