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Gemeindewappen Häder Das Pfarrdorf Häder liegt am Nordrand der Reischenau, etwa 3,5 km ostnordöstlich von Dinkelscherben. Zur Gemeinde Häder gehören der in geringem Abstand nördlich von dem Gemeindehauptort gelegene Gemeindeteil Neuhäder und das Dorf Schempach, letzteres 0,5 km östlich von Häder. Das Gemeindegebiet umfasst 803,07 ha, wovon 95,1 ha auf Waldflächen treffen.
Häder wird erstmals in einer Urkunde des Papstes Alexanders III. vom 7. August 1177 genannt ("Haerder"). Der Ort ist jedoch sicher schon vor der Jahrtausendwende entstanden und darf als die nachweisbar älteste Siedlung der dortigen Gegend gelten. Häder zählte zu den alten Besitzungen des St.-Afra-Stiftes in Augsburg und ging bei dessen Umwandlung in das Benediktinerstift St. Ulrich und Afra 1012 mit auf dieses über. Ein Rittergeschlecht, das sich nach dem Orte benannte, ist im zwölften Jahrhundert nachgewiesen. Die Vogtei über die Kirche und den Besitz des genannten Stiftes in Häder wird im Jahre 1316 als zur Herrschaft Hattenberg gehörig bezeichnet; mit dieser kam sie an das Domkapitel und dann 1645 durch Tausch an das Reichsstift St. Ulrich und Afra zu Augsburg.
Pfarrkirche Häder
Von da an bis zur Säkularisation 1803 war das Reichsstift ausschließlicher Grund- und Gerichtsherr in Häder. Die stattliche Pfarrkirche St. Stephan, 1755 bis 1760 erbaut und 1792 konsekriert, wurde 1950 einer gründlichen Restaurierung unterzogen.
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