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wappen-fleinhausen Das Pfarrdorf Fleinhausen liegt 2,5 km nordwestlich von Dinkelscherben an dem westlichen Ufer der Zusam. Das Gemeindegebiet, welches auch das etwa 1 km südlich von Fleinhausen gelegene Mühlengut Elmischwang umfasst, hat einen Flächeninhalt von 351,57 ha; davon entfallen 63,2 ha auf Waldungen. Fleinhausen darf man als einen der Siedlungsmittelpunkte betrachten, die unsere Vorfahren bei ihrem Vordringen im Zusamtal angelegt haben, und die Entstehung des Ortes etwa in das achte Jahrhundert setzen.
In Fleinhausen befand sich nicht bloß eine im Jahre 1304 bezeugte Gerichtsstätte, die sicherlich schon bis in die Karolingerzeit zurückgeht, sondern auch eine Zollstätte; denn Fleinhausen lag an der wichtigen Heer- und Handelsstraße Augsburg-Ulm, die im Mittelalter von Biburg her über Rommelsried, Agawang und Lindach nach Fleinhausen und von dort über Grünenbaindt und Gabelbachergreut weiter nach Jettingen zog. Über die alten Herrschaftssitze fehlt uns eine genauere Kenntnis. Im zwölften Jahrhundert war das Domkapitel Augsburg in Fleinhausen begütert. Diesen Besitz bestätigt Papst Cölestin II. in einer Urkunde vom 26. November 1143. In dieser Urkunde wird auch der Name des Dorfes zum ersten Male erwähnt ("Flinhusen"). Nach und nach konnte das Domkapitel auch die übrigen, in den Händen geistlicher und weltlicher Grundherren befindlichen Güter erwerben, so 1438 die Taferne und die Zollstätte. Fleinhausen wurde dann dem Domkapitelischen Pflegamt Dinkelscherben zugeteilt und verlor auf diese Weise seine frühere Vorrangstellung und zentrale Bedeutung. 1803 ging Fleinhausen im Zuge der Säkularisation an Bayern über.
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Die Pfarrkirche St. Nikolaus steht, von dem Gottesacker umgeben, mitten im Dorf auf einem künstlich angelegten Hügel. Es war in alter Zeit Mutterkirche für ein weites Gebiet auf der Westseite der Zusam. Der jetzige Bau stammt aus dem Jahre 1474 und zeigt ebenso wie der alte Sattelturm in seinem Äußeren noch gotische Formen. Die Pfarrkirche wurde 1930, das 1779 erbaute Pfarrhaus 1941 restauriert.

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